Radfahrer willkommen – Die FinKa ist Bett + Bike

Unterwegs auf der Via Claudia Augusta: Warum Mals für viele Radreisende zur perfekten Zwischenetappe zwischen Reschenpass und Meran wird.
Am späten Nachmittag rollen sie meist in den Hof.
Man hört zuerst das leise Klicken der Gangschaltung, dann ein kurzes Aufatmen – endlich geschafft. Das Fahrrad wird gegen die Hauswand gelehnt, der Helm abgenommen, die Trinkflasche ist längst leer. Wer so in der FinKa ankommt, hat meist schon einen langen Tag hinter sich.
Radreisende erkennt man sofort. Die Beine sind müde, das Trikot vom Tag auf der Straße gezeichnet. So stehen sie irgendwann in der Rezeption der FinKa – und fast immer kommt nach dem Einchecken dieselbe erste Frage: „Wo können wir die Fahrräder sicher abstellen?“ Wer mit dem Fahrrad reist, merkt schnell: Eine Unterkunft ist nicht einfach nur ein Bett.
Das Fahrrad braucht einen sicheren Platz für die Nacht. Nasse Kleidung muss irgendwo trocknen. Und manchmal steht am Abend noch eine kleine Reparatur an – ein Reifen mit zu wenig Luft, eine lockere Schraube oder einfach das Ritual, das Rad nach einem langen Tag noch einmal durchzusehen.
Radreisen folgt einer eigenen Logik: Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, bewegt sich langsam – und genau darin liegt der Unterschied. Die Landschaft zieht nicht vorbei, sie öffnet sich. Flüsse weisen den Weg, alte Handelsrouten führen durch Täler, und irgendwo am Horizont wartet immer ein Pass. Mit jedem Kilometer wächst nicht nur die zurückgelegte Strecke, sondern auch die Aufmerksamkeit für das, was unterwegs liegt. Am Ende des Tages weiß man ziemlich genau, wie viele Höhenmeter in den Beinen stecken.
Vielleicht ist genau das der besondere Reiz des Radreisens: Die Welt wird nicht schneller – man selbst wird nur aufmerksamer. Wer so unterwegs ist, braucht unterwegs Orte, an denen man für eine Nacht ankommen kann. Orte, die verstehen, was eine lange Etappe bedeutet. Genau deshalb ist die FinKa Mitglied bei Bett+Bike.
Das Zertifikat zeichnet Unterkünfte aus, die sich bewusst auf Fahrradreisende einstellen – mit sicheren Abstellmöglichkeiten, Werkzeug für kleinere Reparaturen, Möglichkeiten zum Trocknen von Kleidung und Gastgebern, die wissen, dass Radfahrer nach einem langen Tag oft nur zwei Dinge brauchen: ein gutes Abendessen und ein Bett. Für die FinKa passt das ziemlich gut.
Fahrradfreundliche Infrastruktur in der FinKa
Für Radreisende zählt am Abend oft etwas ganz Einfaches: dass alles da ist, was man braucht. In der FinKa gibt es deshalb eine große, abschließbare Fahrradgarage, in der die Räder sicher über Nacht stehen können. Nach einem langen Tag auf der Strecke ist das oft die erste Erleichterung.
Auch für die Ausrüstung ist gesorgt. In unserem Waschsalon mit Waschmaschine und Trockner können Gäste ihre Radkleidung reinigen und trocknen – ein nicht zu unterschätzender Luxus, wenn man mehrere Tage hintereinander unterwegs ist.
Für kleinere Reparaturen steht Werkzeug bereit: Luftpumpe, grundlegendes Werkzeug und Platz, um das Rad kurz durchzuchecken. Und wenn doch einmal mehr kaputt ist als ein platter Reifen, liegt die Lösung praktisch um die Ecke. Nur rund hundert Meter von der FinKa entfernt befindet sich die Radwerkstatt Sport Tenne. Mit der Werkstatt arbeiten wir eng zusammen – größere Reparaturen sind dort meist schnell erledigt.
Nach einer langen Etappe aber geht es oft zuerst in den Gastgarten der FinKa. Ein kühles Getränk, ein Moment im Schatten, eine Pizza aus dem Ofen oder ein Teller Knödel – im Vinschgau so etwas wie alpines Superfood für müde Radfahrer.
Und weil viele am nächsten Morgen wieder früh weiterfahren, beginnt das Frühstück in der FinKa bereits ab 7:00 Uhr.
Rundtouren rund um Mals
Viele Gäste sind allerdings gar nicht nur auf Durchreise. Einige bleiben zwei oder drei Tage und nutzen Mals als Ausgangspunkt für Radfahren im Vinschgau. Die FinKa liegt dafür besonders günstig – für viele dieser Touren ist sie zugleich Startpunkt und Ziel einer Runde.

Ein Klassiker ist natürlich das Stilfserjoch: Manche fahren von Mals über Glurns und Prad nach Trafoi und hinauf zum Pass. Die 48 Kehren sind für viele Radfahrer eine kleine Lebensaufgabe. Danach geht es hinunter ins Münstertal und über Taufers wieder zurück nach Mals – und damit wieder zur FinKa. Eine Runde, die landschaftlich kaum zu übertreffen ist.
Andere wählen eine internationale Variante. Von der FinKa führt die Strecke zunächst ins Val Müstair in der Schweiz. Von dort geht es über den Ofenpass hinunter nach Zernez und weiter Richtung Scuol. Kurz nach der österreichischen Grenze beginnt dann wieder der Anstieg nach Nauders. Von dort führt der Weg über den Reschenpass zurück nach Südtirol – und schließlich wieder nach Mals zur FinKa. Eine Alpenrunde über drei Länder.
Unterwegs auf der Via Claudia Augusta
Viele unserer Gäste folgen einer Route, die schon seit fast zweitausend Jahren durch diese Landschaft führt: der Via Claudia Augusta. Die historische Straße verband einst die Donau mit Norditalien. Die heutige Radroute beginnt meist in Donauwörth und führt über etwa 820 Kilometer bis nach Verona. Viele Radreisende verlassen die Route jedoch bereits vorher und fahren vom Etschtal hinüber zum Gardasee, der für viele zum eigentlichen Ziel der Reise geworden ist.
Für viele Radreisende liegt Mals genau an jener Stelle der Route, an der sich eine lange Etappe über die Alpen plötzlich in eine entspannte Fahrt durch den Vinschgau verwandelt. Genau hier, zwischen Reschenpass und den ersten Obstgärten des Vinschgaus, liegt die FinKa – für viele Radreisende ein natürlicher Ort für eine Pause oder eine Übernachtung.
Für viele von ihnen liegt deshalb auch die FinKa ziemlich genau auf einer der schönsten Etappen dieser Route.
Die meisten Gäste, die bei uns ankommen, haben am Tag zuvor bereits den Fernpass überquert und irgendwo in der Gegend von Landeck übernachtet. Am nächsten Tag geht es von dort weiter Richtung Süden – über den Reschenpass und hinein in den Obervinschgau (Val Venosta). Wenn sie schließlich in Mals ankommen, liegt ein langer Tag hinter ihnen.
Die Belohnung folgt meist am nächsten Morgen. Der Abschnitt vom Reschenpass über Mals hinunter nach Meran oder Bozen gehört zu den schönsten Strecken der gesamten Route. Der Radweg folgt der Etsch durch Obstgärten und Dörfer, die Alpen öffnen sich, und die Strecke verläuft meist leicht bergab. Viele sagen später: Das war einer der schönsten Tage ihrer ganzen Reise.

© IDM Südtirol / F. Blickle
Manche fahren noch viel weiter
Für manche Radreisende ist die Via Claudia Augusta nur ein Abschnitt einer viel größeren Reise.
Vor allem Gäste aus den Niederlanden – einem ausgesprochen fahrradbegeisterten Land – starten nicht selten direkt von zuhause aus und fahren mehrere Wochen durch Europa, oft mit einem Ziel, das deutlich weiter südlich liegt: Rom.
Andere folgen dem Etschradweg. Diese Radroute beginnt ebenfalls am Reschenpass und folgt der Etsch über weite Strecken bis zur Adria. Viele Radfahrer verlassen die Strecke bereits im Raum Verona – andere bleiben konsequent am Fluss und fahren bis zur Mündung.
Die Etsch erreicht schließlich bei Porto Fossone in der Provinz Rovigo das Adriatische Meer und bildet dort die nördliche Grenze des Po-Deltas. Wer bis dorthin fährt, hat eine der längsten zusammenhängenden Radstrecken Italiens hinter sich.
Geschichten aus dem Fahrradraum
Manchmal aber kommen Gäste in der FinKa an, deren Reise noch einmal eine ganz andere Dimension hat. Ein Radfahrer, der bei uns übernachtete, war mehrere Monate unterwegs gewesen. Seine Reise begann nicht irgendwo in Europa, sondern in Südafrika. Von dort war er mit dem Fahrrad quer durch Afrika und Europa gefahren – bis nach hause in die Schweiz. Auch für ihn war die FinKa eine Station auf diesem langen Weg.
Und dann war da noch ein junger Mann aus den Niederlanden. Er hatte sich vorgenommen, mit dem Fahrrad von Holland bis zur Großen Mauer in China zu fahren. Ich habe seine Reise über Monate hinweg auf Polarsteps verfolgt. Als er schließlich im Vinschgau ankam, hatte er bereits fast tausend Kilometer in den Beinen – und doch lag noch der größte Teil seiner Reise vor ihm. Zwei Tage blieb er bei uns in der FinKa, um nach vielen Etappen ein wenig auszuspannen. Danach stieg er wieder auf sein Fahrrad und fuhr weiter Richtung Osten – seinem Ziel entgegen.

Am Abend und in der Früh
Wenn es gegen Abend ruhig wird, stehen manchmal zwanzig oder dreißig Räder in unserem Innenhof. Einige lehnen an der Hauswand, andere stehen bereits in der Garage. Helme hängen über den Lenkern, Gepäcktaschen liegen auf den Bänken im Garten.
Manche Gäste sitzen noch zusammen – im Garten, im Speisesaal oder im Salone. Sie trinken einen Aperitivo, warten auf eine Pizza aus dem Ofen oder auf einen Teller Knödel und erzählen von Gegenwind, von Pässen oder von einem besonders schönen Abschnitt des Tages.
Am nächsten Morgen geht es weiter. Die nächste Etappe steht an. Einige fahren nur bis Meran, andere bis nach Bozen oder noch weiter. Und doch liegt über der FinKa jeden Morgen eine kleine Aufbruchsstimmung. Wir, die hier bleiben und arbeiten, sehen ihnen manchmal ein wenig wehmütig nach, bis sie hinter der nächsten Kurve verschwinden.
Für eine Nacht aber war die FinKa ein kleiner Halt auf dieser Reise. Mehr braucht es manchmal nicht.
Radfahrer-Service in der FinKa
Lage
Mals im Obervinschgau – direkt an der Route der Via Claudia Augusta und nahe dem Reschenpass.
Für Radfahrer bieten wir
- große abschließbare Fahrradgarage
- Waschsalon mit Waschmaschine und Trockner
- Werkzeug und Luftpumpe für kleinere Reparaturen
- Kooperation mit der Fahrradwerkstatt Sport Tenne (100 m entfernt)
- flexible Übernachtung auch für Radreisende auf Durchreise
Beliebte Routen ab der FinKa
- Via Claudia Augusta Richtung Meran und Verona
- Etschradweg bis zur Adria
- Stilfserjoch-Runde über Trafoi und Münstertal
- Dreiländer-Runde über Ofenpass, Zernez, Scuol und Nauders
FAQ – Radfahren und Übernachten in der FinKa
Ist die FinKa eine fahrradfreundliche Unterkunft?
Ja. Die FinKa ist Mitglied bei Bett+Bike und richtet sich ausdrücklich an Radreisende. Dazu gehören sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Waschmöglichkeiten für Kleidung sowie Unterstützung bei kleineren Reparaturen.
Gibt es eine sichere Abstellmöglichkeit für Fahrräder?
Ja. In der FinKa gibt es eine große abschließbare Fahrradgarage, in der Fahrräder sicher über Nacht abgestellt werden können.
Können Radfahrer ihre Kleidung waschen?
Ja. Gäste können unseren Waschsalon mit Waschmaschine und Trockner nutzen. Gerade für längere Radreisen ist das eine praktische Möglichkeit, Kleidung zwischendurch zu reinigen und zu trocknen.
Gibt es Werkzeug für Fahrradreparaturen?
Für kleinere Reparaturen stehen Werkzeug und Luftpumpe zur Verfügung. Wenn größere Reparaturen notwendig sind, befindet sich die Fahrradwerkstatt Sport Tenne nur etwa 100 Meter von der FinKa entfernt.
Liegt die FinKa an der Via Claudia Augusta?
Ja. Die FinKa in Mals liegt direkt an der historischen Via Claudia Augusta, einer der bekanntesten Radfernrouten über die Alpen. Viele Radreisende übernachten hier auf ihrer Etappe zwischen dem Reschenpass und Meran.
Welche Radtouren starten von der FinKa aus?
Von der FinKa aus sind mehrere bekannte Routen erreichbar, darunter:
- die Via Claudia Augusta Richtung Meran, Verona oder Gardasee
- der Etschradweg Richtung Adria
- die Stilfserjoch-Runde über Trafoi und das Münstertal
- die Dreiländer-Runde über Ofenpass, Zernez, Scuol und Nauders
Viele Gäste bleiben deshalb zwei oder drei Tage in Mals, um diese Touren zu fahren.
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📩 Reservierung und Zimmerbuchung: info@finka.it
📞 Telefon: +39 0473 427040
🌐 www.finka.it
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